Das stille Haus

Das stille Haus

(c) Horst-Dieter Radke

Im Zweiundvierziger, den Blog der 42erAutoren, erschien kürzlich die Reihe „Das stille Haus„. Viele Autoren haben es besucht und erzählen davon, was sie darin erlebt haben. Hier ist mein Beitrag:

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Andrea, wendet sich noch einmal um.→ weiterlesen

Fährtensucherinnen: Der Inhalt

Einleitung: Claudia Wagner-Kempf

Drachen und Libellen. Das erste Kapitel,

in dem Claudia Wagner-Kempf (geb. 1970) vom Kind-Sein in der Welt der Erwachsenen schreibt, um Übergestülptes aus dem Weg zu räumen und das Eigene zur Entfaltung zu bringen.

Familienfreuden, Gipfelglück. Das zweite Kapitel,

in dem Helga Overweg (geb. 1937) zeigt, wie ein unspektakuläres doch ein erfülltes Leben sein kann, das in Schwaben begann, das Familie als Fundament erfuhr und das in Nordhessen und in den Bergen gelebt wurde.

Grenzerfahrungen. Das dritte Kapitel,

in dem Wernhild Bär (geb. 1944) von Grenzerfahrungen und Abbrüchen, von Kriegen und Fluchten und von sechs Generationen DDR und BRD berichtet.

Schule, Krieg und Liebe. Das vierte Kapitel,

in dem Irene Kreissl (geb. 1925) von Lichtblicken und dunklen Stunden, von Familie und Freundschaften erzählt, vom Krieg, der ihre Jugend dauerte und alles veränderte, nur nicht das Gefühl, dass das Leben lebenswert ist.

und morgen, da müssen wir wandern. Das fünfte Kapitel,

in dem Waltraud Viehmann (geb. 1943) hineinspürt in intensive Lebensmomente, indem sie innere Bilder vom Leben am Fluss, von der Ellermutter oder vom roten Mohn wieder lebendig werden lässt.

Selbst entscheiden. Das sechste Kapitel,

in dem Monika Beisheim (geb. 1947) von ihren ersten 18 Lebensjahren erzählt, bedrückend, traurig und voller Schweigen, aus denen sie willensstark den Weg zu einem Einverständnis mit ihrem Leben gefunden hat.

Freischwimmen. Das siebte Kapitel,

in dem Andrea Gunkler (geb. 1967) Untersuchungen anstellt, ihrer chronischen Krankheit, der Liebe, des Selbst, um sagen zu können, dass es sich lohnt zu kämpfen, Selbst zu sein.

Kurzbiographien – Sieben Autorinnen

Bildnachweise

Fährtensucherinnen: Die Autorinnen

  • Irene Kreissl

  • Andrea Gunkler

  • Waltraud Viehmann

  • Helga Overweg

  • Monika Beisheim

  • Wernhild Bär

  • Claudia Wagner-Kempf

Die „Fährtensucherinnen“ sind

Wernhild Bär

Jahrgang 1944, in Kirchhain in der Niederlausitz aufgewachsen. Sie arbeitete als Bankangestellte, 1987 gelang ihr und ihrem Mann die Übersiedlung in die BRD zu den beiden dort verheirateten Töchtern und der Enkeltochter. Sie veröffentlichte einen autobiographischen Bericht im MDR und in einer Anthologie. Sie lebt heute in Bad Hersfeld, wo sie rund zwei Jahrzehnte im Buchcafé arbeitete.

Monika Beisheim

Jahrgang 1947, lebt seit 1955 in Bad Hersfeld, verheiratet, hat eine Tochter, einen Sohn, zwei Enkeltöchter und eine Urenkelin. Rentnerin, vielseitig interessiert, ehrenamtlich unterwegs. Schreibt seit 30 Jahren Gedichte über das, was sie bewegt und berührt. Kreative und biographische Texte erst, nachdem sie in der Schreibwerkstatt mitwirkt. Motto: Schreiben befreit, beruhigt, erfreut, baut auf!

Andrea Gunkler

Jahrgang 1967. Sie liebt das Schreiben, seit in der ersten Klasse die Schwunghefte ausgeteilt wurden. Seit 2009 schreibt sie nach Jahren des Fachtexteverfassens auch literarische Texte. Zwei ihrer Liebesromane – Sturm am Spilchersee; Bastis Heimkehr – sind im Kelter-Verlag in der Reihe Heimatidylle erschienen. Sie ist Mitglied der 42erAutoren e.V., schreibt Beiträge für den Blog des Vereins und für die Zeitschrift der selfpublisher. Sie lebt mit Mann und Katze in einem Dorf bei Bad Hersfeld.

Irene Kreissl

Geboren am 3. Juli 1925 in Fulda. Schulzeit in der Barockstadt, Abitur 1943. Pädagogikstudium in Würzburg, Examen als Lehrerin für Grund-, Haupt- und Realschulen 1945. Die erste Stelle an der Domschule in der Heimatstadt. 61 Jahre war sie mit Ludwig Kreissl verheiratet, sie haben eine Tochter (geb. 1947) und einen Sohn (geb. 1951). 1956 zogen sie nach Bad Hersfeld, wo Irene heute noch lebt; ihr Mann verstarb 2007. Neben allen Pflichten malte und tanzte sie viele Jahre, trotz durch Unfall ladierter Gelenke. Während der Pensionsjahre reiste sie in die weite Welt, nach Asien und durch Amerika. Das Glück ihres Alters sind die Enkel, die ihr liebevoll und hilfreich zur Seite stehen.

Helga Overweg

Geboren im Januar 1937 in Stuttgart. Kindheit und Jugend auf dem Land in Württemberg, Gymnasium in Kirchheim/Teck. Nach der Schulzeit Ausbildung als Übersetzerin in Englisch und Französisch. Heirat mit Jürgen Overweg 1959. Drei Kinder. Nach Zwischenstationen in Paris, Krefeld, Mülheim und Essen seit 1970 in Bad Hersfeld ansässig. Tätigkeit als Dozentin für Englisch und Französisch an der Volkshochschule und nach dem Auszug der Kinder angestellt als Sekretärin im Klinikum Bad Hersfeld. Seit dem Erreichen des Pensionsalters ehrenamtlich als „Grüne Dame“ dort tätig.

Waltraud Viehmann

Geboren 1943, aufgewachsen in Machtlos (ehemals Kreis Ziegenhain). Nach dem Volksschulabschluss folgten Ausbildungen in Hauswirtschaft und Krankenpflege. Heirat 1964. Sie hat zwei Töchter und drei Enkelkinder. Nach der Familienarbeit spezialisierte sie sich auf die Fachkrankenpflege in der Psychosomatik/Psychotherapie. Schreiben gehört für sie zum ‚täglich Brot‘: Sie schreibt Tagebuch, Gedichte und autobiographische Erzählungen. Sie ist die Initiatorin der Schreibgruppe in der Dippelmühle in Bad Hersfeld und veröffentlichte 2012 ihre Kindheitserinnerungen Gleich hinterm Sternenzelt (Wortwechsel). Sie wohnt seit 2008 in Bad Hersfeld.

Claudia Wagner-Kempf

Geboren am 8.12.1970. Lebt in einem Dorf in der Nähe von Bad Hersfeld. Nach Jahren der Freiberuflichkeit arbeitet sie als Sprach-Fachkraft in einer Kindertagesstätte. Ehrenamtlich leitet sie die Schreibwerkstatt Biographisches Schreiben in der Dippelmühle und Bad Hersfeld und ermutigte die Gruppe zu dieser Veröffentlichung. Sie schreibt Gedichte, Märchen sowie biographische Erzählungen. In der Anthologie Planet Kassel (Wortwechsel) hat sie 2012 die Kurzgeschichte Überbleibsel veröffentlicht. Ihre kreativen Seiten lebt sie, indem sie Filz-Workshops für Kinder und Erwachsene anbietet. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder (geboren 1998 und 2002).

Fährtensucherinnen: Die Lesungen

Termine

Die Liste der Termine wird laufend aktualisiert und erweitert!

19. Januar 2017 (Do), 19:30 Uhr: Landfrauenverein Breitenbach am Herzberg, Michaelsburg, Gemeindehaus der Pfarrgemeinde, Lindenbergstr. 10, 36287 Breitenbach am Herzberg
Es lesen: Waltraud Viehmann, Andrea Gunkler, Claudia Wagner-Kempf

9. Februar 2017 (Do), 14:30 Uhr: Wippershain, Erzählcafé im Pfarrhaus, 12. Str. 15, 36277 Schenklengsfeld
Es lesen: Claudia Wagner-Kempf, Irene Kreissl, Helga Overweg

21. Februar 2017 (Di), 15:00 Uhr: VdK Kreisverband Hersfeld, Hainstr. 5, 36251 Bad Hersfeld (nicht-öffentliche Veranstaltung!)
Es lesen: Monika Beisheim, Andrea Gunkler, Irene Kreissl

16. März 2017 (Do), 18:00 Uhr: MGH Dippelmühle, Aktionswoche zum Weltfrauentag, Dippelstr. 2, 36251 Bad Hersfeld
Es lesen: Irene Kreissl, Helga Overweg, Waltraud Viehmann, Wernhild Bär, Monika Beisheim, Andrea Gunkler, Claudia Wagner-Kempf

6. April 2017 (Do), 20:00 Uhr: Landfrauen Hattenbach, Gasthaus Alles, Langes Wasser 4, 36272 Niederaula-Hattenbach
Es lesen: Andrea Gunkler, Waltraud Viehmann, Helga Overweg

3. Mai 2017 (Mi), 19:30 Uhr: Buchcafé, Brink 11, 36251 Bad Hersfeld
Es lesen: Irene Kreissl, Helga Overweg, Waltraud Viehmann, Wernhild Bär, Monika Beisheim, Andrea Gunkler, Claudia Wagner-Kempf

8. Juni 2017 (Do), 14:30 Uhr: Martinskirche, Schlippental, 36251 Bad Hersfeld
Es lesen: Monika Beisheim, Helga Overweg