Vernetzt – Teil 1: Büchercommunities und Textkritik (Fortsetzung)

Mitten in die Überlegungen hinein, was ich zu den Schriftstellerforen ich in einem Artikel „Vernetzt – Teil 2“ schreiben will, platzen neue Angebote in die Netzwelt. Es ist, als hätten der Büchermarkt und die daran Beteiligten endlich das Internet entdeckt.

Hier sind also die Neuzugänge für „Vernetzt – Teil 1“.

Literaturcommunity

GlobalTalk

http://globaltalk.de/

„Druckfrisch“ sozusagen ging heute GlobalTalk an den Start, eine Plattform, die Leser, Autoren und Verlage zusammenbringen will. Damit macht sie Lovelybooks Konkurrenz und natürlich auch der unabhängigen Initiative „Ich mach was mit Büchern“. Die Startseite von GlobalTalk quillt über vor Top-10-Listen, Hinweise auf Autoren, Kolumnen etc. Viele der Links führen noch ins Leere, so sind zum Beispiel das Forum und auch das Webradio noch inhaltsleer, ebenso die Informationsseiten zu einzelnen Autoren.

Es hört sich spannend an, was die Betreiber von GlobalTalk vorhaben. Z. B.  Autoren Unterstützung ermöglichen beim Probelesen ihrer Manuskripte, einen Raum bieten für die Vorstellung ihrer Texte, Kleinverlage können sich kostenlos präsentieren und auf ihre Programme aufmerksam machen und der Leser ist mittendrin: in Leserunden, im Forum mit Autoren und so manches mehr.

Und wie alle anderen neuen Plattformen ist GlobalTalk sozial vernetzt. Es gibt eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und – fast selbstverständlich – neue Beiträge kann man als RSS-Feed abonnieren.

Mischformen

Neobooks – Wir entdecken die Bestseller von morgen

http://www.neobooks.com/

Im Hause Droemer Knaur hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Tausende von Texten publikationswilliger (Jung-)Autoren tummeln sich auf BookRix, Xinxii, quillp und ähnlichen Plattformen, die alle angetreten sind, Verlage auf neue Talente aufmerksam zu machen. Neobooks dreht den Spieß nun quasi um und bietet Autoren eine Möglichkeit, sich auf deren eigener E-Book-Plattform zu präsentieren. Manuskripte von Romanen, Kurzgeschichten, Ratgebern etc. können hier eingestellt werden und einem (gänzlich offenen) Leserkreis zur Verfügung gestellt werden. Leser bewerten, Leser geben Beurteilungen ab, und das Manuskript, das in einem bestimmten Zeitraum die meisten Empfehlungen bekommen hat, landet auf dem Schreibtisch eines Lektors. Neuigkeiten über die Plattform erfährt man via Twitter und Facebook. Mit dem „facebook-connect“-Button kann man sich, sofern man dort registriert ist, bei Neobooks anmelden, braucht sich also kein neues Passwort zu merken.

Anders als der oben erwähnte Neuzugang befindet sich Neobooks noch in der Beta-Testphase. Doch man geht großzügig mit der Zulassung von Interessenten um. Ich habe die Zugangskennung erhalten, nachdem ich Neobooks in meine Twitter-Timeline aufgenommen hatte.

Fazit: Es bleibt spannend. Und viel tut sich in der Community – und auf dem e-Book-Markt.

Link: Das Literaturcafé über neobooks

1 Kommentar

  1. Nach einigen Feedback-Mails an das Team wurde ich eingeladen, am „Basecamp“ teilzunehmen, wo Entwicklungen, neue Module etc. getestet und diskutiert werden. Eure Fragen, Wünsche und Anregungen, werte Leser, nehme ich gern dorthin mit. Hinterlasst hier einen Kommentar – oder benutzt auf der neobooks-Seite den Feedback-Button.

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