Engel aus dem Eis – 4. Krimimini

+++ Die Krimiminis machen eine Pause! Nach Lektorat und Neuanstrich des Covers erscheinen die Krimiminis um Kommissar Aufderpalm demnächst gesammelt – als E-Book und Taschenbuch. Bleibt gespannt! +++


Andrea Martini

Engel aus dem Eis : Kommissar Aufderpalm ermittelt
4. Krimimini
neobooks Selfpublishing
59 S. (inkl. Leseproben)
ISBN 978-3-8476-3553-6
ISBN-10 3-8476-3553-0
E-Book (0,99 €)
kindle, iBooks, Kobo
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Während die Stadt damit beschäftigt ist, sich über den Sturz eines allseits beliebten Denkmals von seinem Sockel aufzuregen, muss Kommissar Jasper Aufderpalm nach einem verschwundenen Mädchen suchen. Einziger Anhaltspunkt ist der abgebrochene Teil eines Engelsflügels, den sie auf dem Parkplatz neben der Eisbahn finden. Die Mutter des Mädchens ist Aufderpalm keine große Hilfe. Sie scheint wenig daran interessiert, ihre Tochter wiederzufinden. Oder scheut sie sich aus anderen Gründen davor, mit der Polizei zusammenarbeiten? Eine aufreibende Suche beginnt für Jasper Aufderpalm und seinen Kollegen Maik Böser.

Der Schnee schien allen Schmutz aus der Luft gebunden und unter einem weißen Teppich über Straßen, Wiesen und Bäume begraben zu haben. Die Luft war klar und der eisige Wind brannte in seinen Lungen. Kommissar Aufderpalm knöpfte den Kragen seiner Wachsjacke zu und zog sich den Schal enger um den Hals, als er gemeinsam mit seinem Kollegen Maik Böser aus dem Dienstwagen kletterte. Vor dem Eingang zur Eisbahn stand ein Streifenwagen. Eine uniformierte Kollegin sprach mit einer Frau mit Pudelmütze im Norwegermuster, unter der üppige braune Locken hervorquollen. In einen hellbraunen Wollmantel gehüllt, die Beine lässig übereinandergeschlagen, lehnte der Rechtsmediziner Udo Ybelaun am Kotflügel des Streifenwagens und hielt das Gesicht in die eben durch die Wolken brechende Sonne. Wer hatte den hierher bestellt? Von einer Leiche wusste Aufderpalm nichts.

Als der Rechtsmediziner Aufderpalm und Böser nahen sah, richtete er sich auf und kam ihnen mit ausgebreiteten Armen entgegen.

„Was soll das? Warum habt ihr mich bei dieser Kälte hierherbestellt?“

„Darf ich erst mal ankommen und mir ein Bild machen?“, konterte Aufderpalm. Er wusste, wie sehr Ybelaun es hasste, die Katakomben seines rechtsmedizinischen Instituts zu verlassen. Sich so lässig an einen Wagen zu drapieren und der Dinge zu harren, die da kommen mochten, wie er es bei ihrer Ankunft getan hatte, musste den Mann alle Überwindung kosten, deren er fähig war.

Der Rechtsmediziner fixierte ihn mit grimmigem Blick. Seine sorgfältig gezupften Augenbrauen bildeten spitze Dreiecke. Er machte eine weit ausholende Bewegung mit dem Arm. „Sehen Sie hier irgendwo eine Leiche?“

„Wenn Sie mich nicht meine Arbeit machen lassen, werter Herr Kollege, dann wird es hier gleich eine geben. Und die werden dann nicht Sie obduzieren.“ In der Kunst des grimmigen Blicks stand Aufderpalm dem Rechtsmediziner in nichts nach. Er zog die Augenbrauen zusammen und ging an Ybelaun vorbei auf die uniformierten Kollegen zu, ohne den Rechtsmediziner eines weiteren Blicks zu würdigen. Hinter sich hörte er ein empörtes Knurren. Sollte er knurren, dachte Aufderpalm. Als ob ich ihn hierher bestellt hätte.

 

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