Salve, Frankfurt!

Hektisch, eng, drängelig, stickig, verbissen verbusinesst – das alles hört man hier und dort über die Frankfurter Buchmesse.

Aber wisst ihr was? Mir ist was ganz anderes aufgefallen. Das Beschäftigen mit Büchern, ja, auch das Geschäft mit Büchern, scheint die Menschen glücklich zu machen. Selten habe ich so viele Menschen auf einem Haufen gesehen, die lächeln, „Salve, Frankfurt!“ weiterlesen

Autors Helferlein: Evernote

Evernote ist Mamas Liebling.
Ich benutze das Programm mit dem Elefanten im Logo seit 2009. 2008 kam es auf den Markt, ich gehöre also zur ersten Million User, die sich in das Tool verliebt haben (2012 waren es schon 34 Millionen). Davor habe ich mit einem Notizenprogramm mit Baumstruktur gearbeitet mit dem schlichten Namen „Zettelkasten“, aber alles, was ich darin gesammelt hatte – unter anderem die komplette Figuren- und Plotentwicklung für meinen ersten Krimi -, ging flöten, als mein Rechner von einem Virus befallen wurde und nur noch Plattmachen half. Was mit den Notizen passierte, kann man in etwa mit einem Bibliothekskatalogkasten vergleichen, dessen Inhalt man in die laufende Turbine eines Düsenjets ausschüttet. Sei’s drum, futsch ist futsch. Dass mir das nie wieder passiert ist seither, brauche ich nicht zu erwähnen. Ich sage nur: Profi-Virensoftware, Clouddienste, Datensicherung.  „Autors Helferlein: Evernote“ weiterlesen

„Katzen – das Buch“ von Claudia Rusch – eine Buchempfehlung

„Wer oder was hätten Sie sein mögen (wenn nicht Sie selbst)?
Diese Frage verstehe ich nicht.“
(Antwort einer Katze auf eine der Fragen aus „Prousts Fragebogen“)

Jemand sagte kürzlich, dem „Zweiundvierziger“ fehle der „cat-content“. Nun denn, dem soll mit diesem Artikel Abhilfe geschaffen werden; denn was verschafft einem YouTube-Kanal, einer Facebookseite, einem Blog mehr Klicks als Putziges über und von Katzen? „„Katzen – das Buch“ von Claudia Rusch – eine Buchempfehlung“ weiterlesen

Das stille Haus

Das stille Haus

(c) Horst-Dieter Radke

Im Zweiundvierziger, den Blog der 42erAutoren, erschien kürzlich die Reihe „Das stille Haus„. Viele Autoren haben es besucht und erzählen davon, was sie darin erlebt haben. Hier ist mein Beitrag:

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Andrea, wendet sich noch einmal um. „Das stille Haus“ weiterlesen

Krimihelden: Im Kopf des Killers – Tony Hill + Carol Jordan

Der Sirenengesang des Ermittlergespanns der schottischen Autorin Val McDermid suchte mich auf dem Flughafen von Cancun heim, als ich in einer Buchhandlung nach Lektüre für den langen Heimflug suchte. 2002 erschien der erste Band der Serie „The Mermaids Singing“ (dt.: „Das Lied der Sirenen“). Der Name der Autorin sagte mir nichts, wahrscheinlich zog mich das türkis-silbrige Cover der englischen Originalausgabe in seinen Bann. Und die ersten Sätze. Wie sie es oft tut, lässt McDermid im ersten Fall für Hill und Jordan den Täter als Ersten zu Wort kommen.

„You always remember the first time. Isn’t that what they say about sex? How much more true it is of murder.”
„Krimihelden: Im Kopf des Killers – Tony Hill + Carol Jordan“ weiterlesen