„Katzen – das Buch“ von Claudia Rusch – eine Buchempfehlung

„Wer oder was hätten Sie sein mögen (wenn nicht Sie selbst)?
Diese Frage verstehe ich nicht.“
(Antwort einer Katze auf eine der Fragen aus „Prousts Fragebogen“)

Jemand sagte kürzlich, dem „Zweiundvierziger“ fehle der „cat-content“. Nun denn, dem soll mit diesem Artikel Abhilfe geschaffen werden; denn was verschafft einem YouTube-Kanal, einer Facebookseite, einem Blog mehr Klicks als Putziges über und von Katzen? „„Katzen – das Buch“ von Claudia Rusch – eine Buchempfehlung“ weiterlesen

Das stille Haus

Das stille Haus

(c) Horst-Dieter Radke

Im Zweiundvierziger, den Blog der 42erAutoren, erschien kürzlich die Reihe „Das stille Haus„. Viele Autoren haben es besucht und erzählen davon, was sie darin erlebt haben. Hier ist mein Beitrag:

Still steht es da. Und doch scheint es bewohnt. Die Fenster sind klar, die Treppe ist immer gefegt, der Garten sauber, wenn auch nicht akkurat. Der Teich davor mit klarem Wasser, obwohl es ein wenig bräunlich ist.

Und doch. Niemand öffnet, wenn man klingelt. Seit Jahren macht sie es, wenn sie auf seiner Wanderung an diesem Haus vorbeikommt, schon aus Tradition. Auch diesmal. Sie hat sich schon umgewandt und will wieder gehen, weil der Pflicht genüge getan ist, da stutzt Andrea, wendet sich noch einmal um. „Das stille Haus“ weiterlesen

Autobahn, allgegenwärtig

Zwetschgenbaum

Genaues Zeichnen: 9.10.16, Tour de Windräder (Elgersbach, Donnertrift, Schiebelberg, Laufzeit: 2 h)

Sonnenstrahlen tasten die Äcker ab wie Suchscheinwerfer; könnten sie anhalten, leuchteten sie vielleicht den Gelbsenf aus, der am Hang gegenüber ihres Küchenfensters blühte, oder die Streuobstwiese, die man von ihrem Wohnzimmerfenster aus sehen konnte, und wo die Schatten der Obstbäume im Gras lagen wie riesige Lollipops.

Die Hügel, Kuppen und Berge entfernten sich in sich abschwächendem Blau, bis von den höchsten Erhebungen der Rhön nur noch eine Ahnung übrig war, die in den durchbrechenden Sonnenstrahlen allmählich verwusch.
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Krimihelden: Im Kopf des Killers – Tony Hill + Carol Jordan

Der Sirenengesang des Ermittlergespanns der schottischen Autorin Val McDermid suchte mich auf dem Flughafen von Cancun heim, als ich in einer Buchhandlung nach Lektüre für den langen Heimflug suchte. 2002 erschien der erste Band der Serie „The Mermaids Singing“ (dt.: „Das Lied der Sirenen“). Der Name der Autorin sagte mir nichts, wahrscheinlich zog mich das türkis-silbrige Cover der englischen Originalausgabe in seinen Bann. Und die ersten Sätze. Wie sie es oft tut, lässt McDermid im ersten Fall für Hill und Jordan den Täter als Ersten zu Wort kommen.

„You always remember the first time. Isn’t that what they say about sex? How much more true it is of murder.”
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Krimihelden: Vom alten Rom bis ins mittelalterliche England

Die „Fünf Freunde“ von Enid Blyton waren es wohl, die bei mir den Funken gezündet haben für eine Leseleidenschaft, die bis heute anhält. Rätsel lösen, Geheimnissen auf die Spur kommen, Verbrecher dingfest machen, Gerechtigkeit herstellen. Darum geht es doch in Krimis, oder? Meistens jedenfalls.

Aus dem „Fünf-Freunde“-Alter bin ich schon sehr lang heraus. Aber meine Arbeit in einer großen deutschen Universitätsbibliothek machte es möglich, dass der Kriminachschub nie abriss. Einige meiner liebsten Krimihelden möchte ich hier vorstellen, in zeitlicher Reihenfolge ihres Handelns in der Weltgeschichte.
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