neobooks-Shop online

Nicht mehr ganz taufrisch, dafür noch immer spannend: Die Plattform für Manuskriptablieferung des Droemer-Knaur-Verlags neobooks.com besitzt jetzt einen Shop. Jeder Autor/jede Autorin kann darin Texte zum Verkauf anbieten. Hier sind einige Eckdaten, wie sie auch in den neobooks-FAQ nachzulesen sind:

  • Erlös: 70% des Nettoerlöses bleiben beim Urheber, also beim Autor bzw. der Autorin. 30% behält neobooks für das Vorhalten der Plattform. Zudem fallen 0,30 € pro Transaktion an.
  • Natürlich zahlt der Käufer Mehrwertsteuer in Höhe von 19% (jawohl, E-Books werden mit dem vollen Steuersatz belegt). Die Erlöse für den Autor und die Plattform berechnen sich jedoch vom Nettopreis.
  • Umsatzsteuerpflichtige Autoren können über neobooks noch nicht verkaufen.
  • 40% des Textes sind als Leseprobe für jedermann sichtbar. Damit der Leser nicht die Katze im Sack kauft.
  • Wer den neobooks-Shop mit seinen Texten bestückt, kann das gleichzeitig auch anderswo tun, z. B. bei Xinxii oder vergleichbaren Plattformen. Der Autor bzw. die Autorin muss nur darauf achten, überall den gleichen Preis zu verlangen wegen der Buchpreisbindung.
  • Dass ein Autor sein Werk über den neobooks-Shop verkauft, hindert ihn nicht daran, den Text gleichzeitig in den Wettbewerb zu schicken, der vierteljährlich die beliebtesten 10 Texte auf den Lektoratstisch bei Droemer-Knaur katapultiert.
  • Wenn man einen Verlag gefunden hat, dann sollte man den Text allerdings aus dem Shop entfernen, es sei denn der Verleger gestattet das ausdrücklich.

Inzwischen ist der Shop recht gut bestückt. Die Texte trudelten innerhalb kurzer Zeit ein. Diese Option der Autorenselbstvermarktung scheint gut angenommen zu werden. Wie gut die Umsätze sich gestalten, kann ich nicht sagen. Dazu war von neobooks kein Statement zu bekommen. Klar eigentlich. Geschäftsgeheimnis …

neobooks – nach der Buchmesse

Auf der Buchmesse 2010 hat das Projekt-Team der Verlagsgruppe Droemer/Knauer die neue Verlagsplattform neobooks für Manuskripte und künftige E-Books erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Hier gibt es mehr dazu zu lesen:

Die Projektleiterin von neobooks, Ina Fuchshuber, stand während der Buchmesse dem Literaturcafé Rede und Antwort. Was sie zu sagen hatte, kann man sich in diesem Podcast anhören:

Inzwischen hat das Lektorat des Droemer-Knaur-Verlags einen ersten Titel unter die Lupe genommen. Die Lektorin Eliane Wurzer hat sich den Text „Who the fuck is Sandra“ vorgenommen, der am 15. Oktober 2010 auf Platz 10 der Top10 stand. In den nächsten Monaten wird jeweils derjenige Text auf Platz 10 von einem Profi-Lektor besprochen.

Wen es interessiert und wer als Autor dazulernen möchte, kann aus diesen Profi-Rezensionen eine Menge für sich rausholen.

neobooks – Los geht’s!

Seit heute – und damit pünktlich zur diesjährigen Buchmesse in Frankfurt – ist die E-Book-Plattform neobooks des Droemer-Knaur-Verlags für jedermann zugänglich. Noch immer befindet sich die Plattform im beta-Status, doch seit heute stellt sich der „Verlag 2.0“ einem größeren Publikum an Autoren, Lesern, Rezensenten und anderen Interessenten.

Mehr darüber gibt es hier:

Im Artikel des Literaturcafés werden viele Kritikpunkte angesprochen, die ich zusammen mit anderen Betatestern in den letzten Wochen ausführlich im neobooks-Basecamp diskutiert habe. Spannend wird es nun werden, wie sich die Menge der zu erwartenden Manuskripte auf neobooks auf die Qualität der Texte auswirken wird. Wird es zweites BookRix werden, wo es von Schulaufsatzniveau über Selbsthilfegruppenerfahrungsberichte bis zu Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Versuchen alles gibt, nur nichts mehr zu finden ist? Oder kann man als Leser dort wirklich Veröffentlichungsreifes finden? Manuskripte, die das Zeug zum Bestseller haben? All das wird sich in der nächsten Zeit zeigen. Im Basecamp jedenfalls herrscht diesbezüglich gespannte Erwartung.

Vernetzt – Teil 2: Schriftstellerforen

In den Treffen unserer Schreibgruppe merke ich immer wieder, wie wichtig mir der Austausch mit anderen Schreiberlingen ist. Doch um nur mal kurz eine Frage loszuwerden, treffen wir uns viel zu selten. Vielmehr geht es in den Treffen darum, eigene Texte vorzustellen und von den Anderen Anregungen, Kritik und natürlich auch massenhaft Lob einzustecken. In diesem Kreis kennen wir einander, sehen uns beim Kritisieren in die Augen und mögen uns viel zu sehr, um dabei unter die Gürtellinie zu treffen. Vielmehr ist respektvoller Umgang miteinander gefragt. Schließlich wendet in den Texten so mancher sein Innerstes nach außen.

Im Internet gibt es zahlreiche Foren, in denen sich Schriftsteller und Möchtegerns zusammenfinden, um sich auf ähnliche Art und Weise auszutauschen. Man kann darin Stunden verbringen beim Lesen und Diskutieren, die einem dann wiederum zum Schreiben fehlt. Wer dieses Medium als für sich geeignet betrachtet, um Anregungen zu erhalten, wird für sich selbst das passende Maß an Aktivität finden müssen.

In den letzten Wochen habe ich mir drei dieser Schriftstellerforen näher angeschaut, mich dort angemeldet und mehr oder weniger fleißig mitgeschrieben. Ausgesucht hatte ich sie aufgrund der Hinweise im Uschtrin-„Handbuch für Autorinnen und Autoren“. Diese Auswahl ist rein subjektiv. Ich werde sie hier in der Reihenfolge meiner Lieblingsforen vorstellen und darauf verzichten, Informationen aus dem Uschtrin-Handbuch zu wiederholen.

42erAutoren

http://www.42erautoren.de/

Der 42erAutoren e.V. ist eine Schriftstellervereinigung. Hier kann man ganz regulär Vereinsmitglied werden. Wie das geht, erfahrt ihr auf deren Homepage.

Neben dem Forum, das ich gleich erörtern möchte, gibt der Verein eine Online-Zeitschrift heraus, den zweiundvierziger, er veranstaltet einen Literaturwettbewerb, den Putlitzer-Preis, und ist inhaltlich verantwortlich für den Autorenkalender, der jährlich im Uschtrin-Verlag erscheint und neben Adressen und Nützlichem rund um den Literaturbetrieb aktuelle Themen aufgreift und in Gastbeiträgen bekannter Autoren thematisiert.

Doch nun zum Forum der 42erAutoren. Es ist für Jedermann zugänglich, mit Hilfe eines Formulars kann man sich registrieren lassen. Bei mir hat die Freischaltung nicht mal einen halben Tag gedauert. Dann ist man drin und kann mitreden.

Autorentreff

Im öffentlichen Bereich, der auch nicht angemeldeten Benutzern zugänglich ist, findet man zahlreiche Informationen rund um den Literaturbetrieb, die Verlagssuche, Buchvorstellungen, Antworten auf Fragen zu Stil, Grammatik, Figurendarstellung und vieles mehr. Bei Neulingen wird es sehr gern gesehen, wenn sie sich im „Vestibül“ zunächst kurz vorstellen, bevor sie mitdiskutieren oder gar eigene Texte zum Besprechen in der sogenannten „BT-Runde“ anmelden.

Autorenburg

Dieses interne Forum ist nur Mitgliedern nach vorheriger gesonderter Freischaltung zugänglich. Die Autorenburg ist in die Genres Lyrik und Prosa eingeteilt, für beides kann man sich „bewerben“. Das ist in der Regel kein Problem. Hier geht es jetzt ans Eingemachte. Man kann Texte einreichen (bis zu 30 Normseiten Länge) und sie den zumeist sehr wohlgesonnenen Mitschriftstellern zum Fraß vorwerfen. Und die kauen gründlich. Die Anregungen und Hinweise, die man hier erhält, sind bisweilen Gold wert. Schon aus dem Lesen der eingereichten Texte und der dazu geposteten Anmerkungen kann man viel für die eigene Arbeit herausziehen. Man merkt deutlich, dass den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Sache sehr am Herzen liegt. Jede Woche gibt es einen neuen Besprechungstext (BT). Einem Kalender kann man entnehmen, welcher Autor als Nächstes dran ist, in einer der sogenannten BT-Runden auseinandergenommen zu werden.

Laut Benutzerliste sind zurzeit ca. 550 Personen im Forum angemeldet. Davon sind nicht alle aktiv. Darunter sind teilweise bereits veröffentlichte Autoren oder solche mit ernsthaften Ambitionen, von deren Erfahrungen jeder Neuling profitieren kann. Der Ton ist sachlich und freundlich, man kennt sich untereinander und ist Neuen gegenüber aufgeschlossen.

Fazit: Hier fühle ich mich aufgenommen und aufgehoben. Diesem Forum werde ich auf jeden Fall treu bleiben.

Federfeuer

http://www.federfeuer.de/

Es ist die Hölle der Textkritik. Das jedenfalls sagen die Betreiber des Forums von sich. Und da ist was dran. Hier werden die Texte geröstet, gebrutzelt und so lange auf dem heißen Grill gewendet, bis nur noch das Geschmackvollste eines Textes übrig bleibt. Das allerdings auf freundliche Weise, schließlich stecken hinter all den Röstteufeln harmlose, nette Schriftsteller und solche, die es gern werden wollen.

Man muss allerdings höllisch Glück haben, um überhaupt erst einmal in die Hölle zu gelangen. Die Betreiber öffnen die freie Registrierung nur an den ersten Tagen eines Monats und so gelang es mir erst im August, mich dort anzumelden.

Die Qualität der allgemeinen Informationen zum Schriftstellerhandwerk, zum Literaturbetrieb, zu Verlagen und Agenturen etc. steht der in den beiden vorher genannten Foren in nichts nach. Nur ganz wenige Foren sind den Mitgliedern vorbehalten, alles andere kann von Jedermann gelesen werden, auch das Purgatorium, nach Genres eingeteilte Foren, in denen man eigene Texte zum Rösten zur Verfügung stellt. Und das Grillen geschieht fachgerecht. Übrigens muss man 10 gezählte Beiträge auf seinem Konto haben, bevor man einen eigenen Text im Purgatorium vorstellen darf. Beiträge allgemeiner Natur, wie die Begrüßung neuer Mitglieder, zählen dabei nicht als vollwertige Beiträge. So will man erreichen, dass Autoren ihr Wissen auch den anderen Mitgliedern zur Verfügung stellen und nicht nur mal eben einen Text einstellen, sich Anregungen abholen, und dann wieder verschwinden.

Das Federfeuer hat etwa 180 Mitglieder. Davon scheint die Mehrzahl jüngeren Alters zu sein und sich vorwiegend für Fantasy, Science-Fiction und Kurzgeschichten zu interessieren. In meinen bevorzugten Genres ist das Forum etwas dünn bestückt. Der Umgangston ist freundlich und sachlich, die Vokabeln aus der Hölle sind für meinen Geschmack gewöhnungsbedürftig.

Fazit, und zwar mein ganz persönliches: Dem Federfeuer werde ich nicht treu bleiben, jedoch einzig aus dem Grund, dass es zu wenige Krimiautoren darin gibt. Und da die Schreibenszeit gut aufgeteilt werden will, heißt es, Prioritäten zu setzen.

Weitere Foren

Montségur-Autorenforum

http://autorenforum.montsegur.de/

Schon das Lesen in diesem Autorenforum bringt dem Schreiberling so einiges. Will man mitreden, muss man sich bewerben. Die Schriftstellergemeinschaft nimmt nicht jeden auf. Das gewährleistet den Anspruch auf hohe Qualität. Hier diskutieren die Profis. Hier konnte ich bisher nur lesen. Ob ich auch irgendwann mal mitschreiben darf?

Deutsches Schriftstellerforum (DSFO)

http://www.dsfo.de/

Ein reichhaltiger Fundus an Informationen, dies ganz sicher. Immerhin tummeln sich hier über 4300 Mitglieder. Das war mir für den Einstieg in die Welt der Schriftstellerforen dann doch zu viel des Guten. Wer mit diesem Forum Erfahrungen gesammelt hat und dies hier liest, der ist herzlich eingeladen, davon in Form eines Kommentars zu berichten.

Vernetzt – Teil 1: Büchercommunities und Textkritik (Fortsetzung)

Mitten in die Überlegungen hinein, was ich zu den Schriftstellerforen ich in einem Artikel „Vernetzt – Teil 2“ schreiben will, platzen neue Angebote in die Netzwelt. Es ist, als hätten der Büchermarkt und die daran Beteiligten endlich das Internet entdeckt.

Hier sind also die Neuzugänge für „Vernetzt – Teil 1“.

Literaturcommunity

GlobalTalk

http://globaltalk.de/

„Druckfrisch“ sozusagen ging heute GlobalTalk an den Start, eine Plattform, die Leser, Autoren und Verlage zusammenbringen will. Damit macht sie Lovelybooks Konkurrenz und natürlich auch der unabhängigen Initiative „Ich mach was mit Büchern“. Die Startseite von GlobalTalk quillt über vor Top-10-Listen, Hinweise auf Autoren, Kolumnen etc. Viele der Links führen noch ins Leere, so sind zum Beispiel das Forum und auch das Webradio noch inhaltsleer, ebenso die Informationsseiten zu einzelnen Autoren.

Es hört sich spannend an, was die Betreiber von GlobalTalk vorhaben. Z. B.  Autoren Unterstützung ermöglichen beim Probelesen ihrer Manuskripte, einen Raum bieten für die Vorstellung ihrer Texte, Kleinverlage können sich kostenlos präsentieren und auf ihre Programme aufmerksam machen und der Leser ist mittendrin: in Leserunden, im Forum mit Autoren und so manches mehr.

Und wie alle anderen neuen Plattformen ist GlobalTalk sozial vernetzt. Es gibt eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und – fast selbstverständlich – neue Beiträge kann man als RSS-Feed abonnieren.

Mischformen

Neobooks – Wir entdecken die Bestseller von morgen

http://www.neobooks.com/

Im Hause Droemer Knaur hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Tausende von Texten publikationswilliger (Jung-)Autoren tummeln sich auf BookRix, Xinxii, quillp und ähnlichen Plattformen, die alle angetreten sind, Verlage auf neue Talente aufmerksam zu machen. Neobooks dreht den Spieß nun quasi um und bietet Autoren eine Möglichkeit, sich auf deren eigener E-Book-Plattform zu präsentieren. Manuskripte von Romanen, Kurzgeschichten, Ratgebern etc. können hier eingestellt werden und einem (gänzlich offenen) Leserkreis zur Verfügung gestellt werden. Leser bewerten, Leser geben Beurteilungen ab, und das Manuskript, das in einem bestimmten Zeitraum die meisten Empfehlungen bekommen hat, landet auf dem Schreibtisch eines Lektors. Neuigkeiten über die Plattform erfährt man via Twitter und Facebook. Mit dem „facebook-connect“-Button kann man sich, sofern man dort registriert ist, bei Neobooks anmelden, braucht sich also kein neues Passwort zu merken.

Anders als der oben erwähnte Neuzugang befindet sich Neobooks noch in der Beta-Testphase. Doch man geht großzügig mit der Zulassung von Interessenten um. Ich habe die Zugangskennung erhalten, nachdem ich Neobooks in meine Twitter-Timeline aufgenommen hatte.

Fazit: Es bleibt spannend. Und viel tut sich in der Community – und auf dem e-Book-Markt.

Link: Das Literaturcafé über neobooks