Kreatives Schreiben – Mit Worten Bilder malen

Update Anfang September 2011:

Wegen der geringen Nachfrage entfällt der VHS-Kurs in diesem Herbst. Im Frühlingssemester 2012 biete ich wieder einen Schreibkurs an der VHS an. Ein Blick ins Programm lohnt sich!

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Am 5. September 2011 startet an der Volkshochschule Bad Hersfeld mein Kurs „Kreatives Schreiben – Mit Worten Bilder malen“.

Sie wollten schon immer schreiben, wissen nur nicht, wie sie beginnen sollen? Wie sie das weiße Blatt unter Ihrer Hand zum Sprechen bringen? Lassen Sie sich inspirieren von Spielen, die Sie ins Schreiben bringen, die ihre kreative Ader an die Oberfläche zaubern.

In 8 Kurseinheiten, jeweils Montags zwischen 18:00 und 19:30 Uhr, erwartet Sie ein Ausflug in den Schatz an Geschichten, der in Ihnen schlummert und nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Sie werden erfahren

  • wie fiktive Figuren zum Leben erwachen und Ihre Leser mitreißen
  • wie Landschaften, Gegenstände, Gerüche und andere sinnliche Erfahrungen auf dem Papier zum Leben erwachen
  • wie Sie Zeitformen und Perspektiven einsetzen
  • welchen Spaß es macht, mit Worten zu spielen
  • wie Sie an neue Ideen kommen, wenn der Schreibfluss einmal stockt

Ob Sie schon Erfahrungen mit dem fiktiven Schreiben gesammelt haben oder es einfach ausprobieren wollen: Für jeden ist etwas dabei. Machen Sie mit und probieren Sie es aus.

Heute liegt das Programm der VHS Bad Hersfeld-Rotenburg der Hersfelder Zeitung bei. Auf der Informationsseite zum Kurs finden Sie die einzelnen Termine sowie einen Link zur Anmeldung. Möchten Sie nähere Informationen zum Kurs? Ich freue mich auf Ihre Mail an info wort-weise.de.

schriftzeit von Stephan Waldscheidt

Und hier noch ein Hinweis auf einen wundervollen Blog zum Thema Schreiben und Veröffentlichen, gefunden in den Tiefen der Twitter-Vernetzung: schriftzeit. Mit Hilfe zahlreicher Beispiele und einer äußerst anschaulichen Sprache beleuchtet Stephan Waldscheidt die unterschiedlichen Aspekte des Schreibens. Nicht umsonst nennt er sein Blog im Untertitel „Wie Sie Romane schreiben, veröffentlichen, vermarkten und Ihre Leser verzaubern“. In den letzten Artikeln ging es – wie mir scheint – hauptsächlich um Letzteres. Und das ist es doch, was wir alle wollen: Begeisterte Leser, die uns zu Füßen liegen und speicheltriefend die Seiten unseres Buches umblättern.

Der Blog existiert seit Dezember 2010 und Waldscheidt ist ein fleißiger Schreiber. Autorinnen und Autoren, die gern mehr aus ihrem Schreiben machen möchten, werden bei ihm bestimmt fündig. Deshalb meine uneingeschränkte Leseempfehlung. Er legt einen anderen Schwerpunkt als Pia Helfferich in ihrem Blog. Beide ergänzen sich jedoch sehr gut, weil Waldscheidt sich mehr auf das Handwerkliche konzentriert, auf nützliche Tipps, was mein Text haben muss, damit er beim Leser funktioniert, ob nun in Sachen Humor, Spannung oder Dramaturgie allgemein oder wie ich den Leser schon mit dem ersten Satz fessle und ihm eine Stimmungsgrundlage biete. Es gibt eine Menge zu lernen bei ihm. Und jetzt weiß ich auch, was „anthimeria“ ist.

Schreibberatung und Schreibcoaching von Pia Helfferich

Seit Februar 2011 betreibt Pia Helfferich, selbst Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben, den Blog „Schreibberatung & Schreibcoaching – einfach besser schreiben“. Ihr Ziel ist es, Autoren dabei zu unterstützen, dass sie ihrem Schreibfluss freien Lauf lassen können und Hemmungen überwinden. Dabei widmet sie sich sowohl den Grundlagen des kreativen Schreibens selbst als auch den Tücken und Freuden des Schaffensprozesses. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung. Pia Helfferich ist mir durch die Lektüre des „Tempest“ ein Begriff. Sie schreibt aber auch für die „Federwelt“ und das TextArt-Magazin für kreatives Schreiben.

DPRs Krimilabor auf der Krimi-Couch

Was in der Krimi-Szene so los ist und was Krimischriftsteller tun oder möglichst lieber lassen soll, dazu äußert sich dpr alias Dieter Paul Rudolph in seiner Kolumne „DPRs Krimilabor“, die seit August 2009 monatlich auf der „Krimi-Couch“ erscheint.

DPR erklärt, wie man Spannung aufbaut und sie ruckzuck wieder zunichte macht, warum eine Kolumne „Frauen und Krimis“ eigentlich unnötig ist oder welche 10 Dinge man beachten sollte, um einem Krimi garantiert der Erfolglosigkeit anheimzugeben. Er beschäftigt sich mit Erzählperspektive, dem deutschsprachigen Kriminalroman und analysiert, was sich übers Jahr auf dem Krimimarkt getan hat.

dpr wirft einen amüsanten Blick hinter die Kulissen des Kriminalromans. Seine Kolumnen sind sowohl für (angehende) Kriminalschriftsteller als auch für Leser ein Gewinn.

Fundamentalpoetologischer Lesetipp

In einem Artikel in der Wochenzeitung „Die ZEIT“ äußerte sich Juli Zeh 2006 zum immer wieder aufkeimenden Anspruch an die Literatur, sie möge authentisch sein. Im Zeitalter von Reality Shows und Exhibitionismus bzw. Voyeurismus in der Unterhaltungsindustrie suche man auch in der Literatur nach echten Personen oder Vorgängen. Dabei ginge die Literatur verloren, erklärt sie.

Zwischenruf: Zur Hölle mit der Authentizität (Juli  Zeh)

Ihren Text habe ich verlinkt auf der Seite von Professor Albert Meier vom Institut für Neue Deutsche Literatur und Medien der Universiät Kiel gefunden. Von dieser Seite stammt auch die Überschrift für diesen Artikel. Für den Link auf seiner Seite greift Meier außerdem auf den Ausruf Juli Zehs am Ende ihres Artikels zurück: „Mon dieu – stay fictional!“