Spieluhrprinzessin

(c) Andrea Gunkler 2016

 

ski fahren geht nicht mehr. die wiese in der eckbank in meinem zimmer, neben mir der weihersbach ist voller eisflächen. geöffneter schulranzen, aus dem schmalen teil ragen grasbüschel heraus, die lassen sich umrunden. auf der eckbank meine hündin. sie sieht traurig, ich will schlittschuh laufen. rollschuh laufen, als würde sie etwas bedauern. aber schaue ich schon. meine mutter hat von ihrem cockerspaniel nicht immer traurig? ich der kollegin erzählt, die ihre schlittschuhe, schaue auch traurig hinter der brille, der mund will. sie bringt sie mir mit. ich soll lächeln, weil man auf fotos eben lächelt. setze mich auf die plastiktüte ins gefrorene gras. es gelingt nur ungenügend. wie mein spiel und ziehe die schuhe an. die ersten schritte auf der gitarre ungenügend, bis ich sie außerhalb der eisfläche wackelig. kufen sind dem weißen rollkragenpullover mit der roten strecke wie die straße vor unserem haus. ringelnd und dann rot-blau-braun-weiß rollen. dafür ist das eis flach, keine abschüssigen ringelmuster an ärmeln und kragen. polyester kann ins gleiten komme. ich falle hin, stehe, darunter die haut wahrscheinlich verkratzt, versuche es weiter. von einem ende in den armbeugen und am hals, vor mir auf der eislache bis zum anderen. ich weiche ein schmuckloses gesteck aus den grasbüscheln aus. wenn ich nicht bremsen kann, die fichtenzweige mit vier kerzen darin. advent. ich kann, stoppt mich das gras am ende der übe für den weihnachtsabend, da müssen eisfläche. sie misst höchstens vier oder fünf, die lieder sitzen. der fotograf dürfte mein vater in der länge und zwei in der breite. meine mutter hat nicht nur platz für einen. nur platz für mich. jetzt lach doch mal, wird er gesagt haben. dem schritt auf dem eis fällt das laufen. für das foto, wenigstens für das. leichter. die kufen scharren über das eis. klack. foto. wenn die hündin mit mir im zimmer war, klack, wenn die kufen aufsetzen. bedeutete das meist, es hatte zuvor zoff. lauterbach habe ich gesehen, wie die jungens gegeben meiner mutter. vielleicht ist sonntag. bremsen beide füße quer zur fahrtrichtung, aber keine kerze brennt. auch nicht stemmen. eis spritzt auf. es hakt noch ich den bastbehäkelten gläsern, eines rot, das andere, ich fange einen sturz ab. beim nächsten mal schwarz-lila. die augen sind rot vom geht es besser. damit es richtig funktioniert, kamerablitz. wenn die gläser meiner brille nicht, bräuchte ich eine größere eisfläche. ich laufe schon entspiegelt, könnte von einem ende zum anderen. aufhalten geht auf dem foto vielleicht erkennen, wer es auch mit pirouetten. ich drehe am ende des geschossen. lache, wenn’s zum eis den hinteren fuß aus, sodass meine füße nicht ganz reichen. das genügte manchmal zum einen. flachen winkel bildeten, und lehne den sachen, machte aber den meisten oberkörper nach vorn, die arme seitlich fällen, erst recht heulen. der rollkragen kurve verzögert mich, ich werde so langsam der kloß im hals. hinter mir die tapeten lenken in einen kreis ein, ganz von allein. die riesige grüne blume aufgedruckt, eine so groß gestreckt für das gleichgewicht. die kufen wie mein kopf, die dazwischen wie eine, dass ich stecken bleiben kann. gleich nochmal. hand. grün hat die tapete sein müssen in meinem schwung, dieses mal in die pirouette. grün wie draußen. grün es klappt. ich versuche, mich weiter auf der beruhigt. zum beruhigen dürfte ich auch drehen, eine echte pirouette drehen, zimmer gegangen sein, mit meiner hündin wie die elfen auf dem eiskunsteis. was machen zum trost? sie wusste immer, wann trost sie das? auf einem bein? ich kann es nur auf rauchte. ihr trauriger blick auf zwei beinen. so sehr ich es auch versuche: stellvertreterblick. sie sitzt neben dem häkel nur auf zwei beinen. ich bin keine aus blau-weißen häkelblumen. spieluhrprinzessin. ich bin ein fettes mädchen, patchworkartig aneinandergesetzt. sie saß auf dem wieseneis, das zum ersten mal neben dem häkeldeckchen, nie drauf. schlittschuh steht. bei der nächsten pirouette unausgesprochen, hängen worte in der luft. schlage ich aufs eis und schürfe mir die knie raus, lass mich allein, ich will jetzt nicht auf. die hose ist noch heil, aber die haut, und schon gar nicht fotografiert werden, lass, brennt. das kenne ich. meine haut brennt in ruhe, ich will üben. bestimmt habe ich öfter mal. ich schaue mich um. niemand hat üben wollen. bestimmt habe ich etwas beobachtet. ich bin allein. ich klopfe mir anderes gewollt, etwas, von dem ich den schnee aus der hose und laufe weiter, die zeit, als das foto entstand, noch nicht am ende der bahn, in eine halbe ahnung. aber eines wollte ich, pirouette, und nehme wieder anlauf bis zum ‚auf jeden fall‘: nicht dort sitzen auf diesem ende, drehe mich, nehme anlauf, der kurz zuvor noch in der küche pirouette und in die andere richtung stunde gestanden haben muss, aber weil die neue stunde, so kommt es mir vor, mir tun gekommen war, mussten die alten füße weh, lang bevor eine stunde irgendwohin. ich nahm sie in mein zimmer. der frost hat mein gesicht rosig, bot platz, um dinge zu verstauen. sie stand. gemacht. die finger so klamm, dass ich da, zusammen mit den anderen abgelegten, um die schnürsenkel lösen kann. die füße in selbstgezimmerten möbeln: kleiderschrank, den ungepolsterten lederschuhen jetzt und bett im kinderzimmer meines vaters aus eis. ich spüre die zehen nicht mehr. gestanden unten bei der godi. war im sitzen auf der plastiktüte, stecke ich sie noch mal in papas zimmer gewesen? ich weiß schuhe. die füße sind wie fremdkörper an j.s und h.s zimmer. die unteren ende meiner beine. die wunde an der eckbank hat in meinem zimmer gestanden, ist nicht schlimm. ich stehe auf und stopfe das jugendzimmer. die schlittschuhe eingezogen in die plastiktüte. das muster eichenachbildung, funktional, dunkel, mit der eisfläche, das die kufen gemacht, regalfächern und einem haben, das bin ich. und wenn jemand fragt, abschließbares fach für mein tagebuch, das dort schlittschuh gelaufen ist: das war ich. auch verschlossen, aber was nützte das schon?