Haus am Strand

Verrückt.
Heute mache ich etwas anders.
Ich mache etwas, damit etwas anders wird.
Die Wohnung.
Ich verrücke.
Den Kleiderschrank schiebe ich aus dem Fenster.
Die Badewanne schiebe ich neben das Bett.
Die Stühle schiebe ich allesamt in die Küche.
Den Backofen schiebe ich dahin, wo einmal der Fernseher war.
Die Bücher schiebe ich aus den Regalen und baue Türme daraus.
Das Haus schiebe ich auf den See.
Den Korbsessel schiebe ich hinaus auf die Terrasse.
Zuletzt schiebe ich mir einen Schemel unter die Füße und genieße den Ausblick aufs Wasser.
Wolken schieben Wind heran.
Wind schiebt das Haus voran vom See in den Fluss.
Der Fluss schiebt das Haus hinaus aufs Meer.
Die Wellen schieben das Haus auf den Strand.
Meine Füße schieben den Sand zu einem Wall um mein Haus.
Ich schiebe das Dach zur Seite, damit ich vom Bett aus die Sterne sehen kann.
Ich schiebe den Mond in die Mitte des Himmels.
Jetzt gehört die Welt mir.
Verrückt.

(Foto: 12019/pixabay.com)